Burundischer Tanz wird Weltkulturerbe!

Wer ihn einmal erleben durfte, der vergisst ihn nicht mehr – der königliche Tanz mit den Trommeln aus Burundi. Früher spielten sie nur für den König von Burundi, heute ist er ein wichtiger Teil im Leben vieler jugendlicher Trommler.
Wenn wir in Burundi sind, hört man oft die Trommeln und ihren Rhytmus in den meist armen Stadtvierteln von Bujumbura. Auch in dem Strassenkinderheim der Fondation Stamm wird abends und am Samstag fleisstg geübt. 

Heute spielen sie oft als Unterhaltung für die wenigen Hotels.
Bei Dreharbeiten im Landesinnern, durfte ich bei dieser grossartigen Darbietung dabei sein.

Kalt läuft es einem den Rücken runter, wenn man zwischen den Trommlern steht und die Urkraft in den Schlägen spührt.

Nun wurde der Tanz von der UNESCO zum Wetkurlturerbe erklärt und damit ein wichtiges Kulturgut aus Burundi gewürdigt. Somit stehen den Trommlern Gelder zur Verfügung, mit denen sie diesen Brauch weiter entwickeln und förn können. Bis anhin mussten sie alles selber berappen, den in einem Drittweltland gibt es kein Geld für Kultur.

Vorbereitung des Spendenversand 2014


Der diesjährige Spendenversand steht vor der Türe und ich nutzte die Gelegenheit, mit Susanne Baumberger (Stiftungsrätin) ein kurzes Interview zu führen


Susanne, wie viel Couverts verpackst du dieses Jahr?

“482 Spender werden diesmal angeschrieben.”

 
Was ist der Inhalt der Couverts?

“Ein Reisebericht der Projektreise vom September nach Burundi. Dieses Jahr sind vier Mitglieder des Stiftungsrates nach Burundi gereist. Ein Exemplar des druckfrischen neuen Flyers und natürlich einen Einzahlungsschein.”
Was steht alles im Reisebericht?

“Das verrate ich jetzt noch nicht, sonst liest ihn ja niemand mehr.”

 Werden die Reisekosten der Stiftungsräte vergütet?

“Seit der Gründung tragen wir diese Kosten selber. Damit wir möglichst viele Spendengelder nach Burundi überweisen können.”

Für was wird dieses Jahr speziell gesammelt?

“Nach dem Fertigstellen des Baus des Kinderspitals geht es nun noch um diverse Ausrüstungsgegenstände und die die zusätzlichen Lohnkosten, die durch die Gynäkologie und das Kinderspital entstehen. Auch hat das Spital nun durch seine Grösse den Status eines offiziellen Spitals angenommen, was zusätzliche Investitionen verlangt. Die Behandlungen im „Centre Médicale Hipocrate“ sind nicht gratis, die Patienten müssen einen Beitrag an die Behandlungskosten leisten.  Das Spital hat dadurch Einnahmen, diese reichen jedoch nicht aus, um den ganzen Aufwand zu decken.”

Braucht es all das?

“Auf jeden Fall. Es ist geplant, dass im kommenden Jahr vermehrt Ärzte aus Europa nach Burundi reisen und die einheimischen Kollegen unterrichten werden. Dies können Sie aber nur, wenn die Infrastruktur dem internationalen Standard entspricht. Die lokalen Mitarbeiter sind sehr interessiert und wissbegierig. Wenn die europäischen Ärzte wieder zurückkehren, müssen sie die Operationen selber ausführen können.”

Was wünschst du dir zu Weihnachten?

“Selber habe ich eigentlich alles. Ich wünsche mir jedoch zahlreiche Spenden, damit es weiter vorwärts geht mit dem Spital und es sich entwickelt. Hilfe zur Selbsthilfe, damit es irgendwann ohne unsere Unterstützung funktioniert.”