200`000 burundische Flüchtlinge werden in Tansania eingebürgert

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat die Entscheidung Tansanias zur Einbürgerung von rund 200.000 Menschen aus Burundi gelobt. Es sei das erste Mal in der Geschichte des UNHCR, dass eine so große Personengruppe in einem Erstasylland eingebürgert worden sei, hieß es in einer Erklärung der Organisation vom Freitag.

In den Genuss der Regelung kommen gut 162.000 Menschen, die 1972 aus Burundi vor Unruhen in das Nachbarland geflohen waren, sowie ein großer Teil ihrer Kinder, so dass sich die Gesamtzahl auf rund 200.000 beläuft. Die Einbürgerung war seit vielen Jahren geplant, aber dann verzögert und unterbrochen worden. Am Dienstag hatte der tansanische Präsident Jakaya Kikwete die neue Aktion mit der Übergabe der ersten Staatsbürgerurkunden gestartet.

Neue Eisenbahnlinie in den Südsudan und nach Burundi

Der Ausbau der Eisenbahnverbindung zwischen der Hafenstadt Mombasa in Kenia und der Hauptstadt Nairobi gilt als Meilenstein in der infrastrukturellen Entwicklung des Landes. Möglich wird dieser durch die finanzielle Unterstützung Chinas, das den Hauptteil der geschätzten USD 5,2 Mrd. übernimmt.

 

Kritisiert wird vielerorts allerdings, dass die Auftragsvergabe ohne öffentliche Ausschreibung stattfand. Beauftragt wurde die sich im Staatsbesitz befindliche China Road and Bridge Corporation (CRBC).

 

Bei dem Bahnbau handelt es sich um das größte Infrastrukturprojekt seit Ende der Kolonialzeit, die bestehende Bahnlinie stammt noch aus der Zeit vor der Unabhängigkeit.

 

Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts von Mombasa nach Nairobi, womit 2017 gerechnet wird, soll die Strecke nach Uganda, der Demokratischen Republik Kongo sowie Ruanda, Burundi und in den Südsudan verlängert werden. 
Dies wird für Burundi interessant, da dann die Möglichkeit besteht, Waren einfach und schnell zu transportieren. Sind wir mal gespannt, auf wann Burundi angeschlossen sein soll.

Unsere Ärzte auf Visite im Gefängnis

Im Auftrag von Terre des hommes Kinderhilfe besuchte unser Spitalteam vier minderjährige Mädchen (alle 16 Jahre) im Gefängnis.

Die genauen Hinztergründe, warum sie im Gefängnis sind ist unklar. Nur bei einer geht aus den Akten hervor, dass man ihr Prostitution vorwirft. Die Bedingungen in burundischen Gefängnissen sind schlimm. Eine von ihnen ist schwanger. Wir hoffen, dass unser Ärzte-Team demnächst wieder bei den Mädchen vorbeischaun kann.

Welthunger Index 2014 veröffentlicht – Burundi weiterhin auf dem letzten Platz


Mehr als 800 Millionen Menschen in der Welt leiden weiterhin Hunger. Die Gesamtzahl der Hungernden sei zwar in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen, in 14 vorwiegend afrikanischen Staaten sei die Lage aber “sehr ernst”.
Auf der Weltkarte, die den Hunger-Index von Entwicklungs – sowie Schwellenländern anzeigt, existieren nur noch zwei tiefrote Flecken: Es sind Eritrea und Burundi, in denen die Lage als gravierend eingestuft wird, teilte die Welthungerhilfe bei der Veröffentlichung ihres zusammen mit dem in Washington ansässigen International Food Policy Research Institute erstellten Welthungerindex 2014 mit.