Patientenbesuche im Spital in der Zeit der Demonstrationen


Die Besuche im Centre Médical Hippocrate CMH  haben während den Wochen, in denen die Spannungen auf dem Höchstpunkt waren, stark abgenommen. Dazu kamen auch weniger externe Laboranalysen, die im CMH sonst immer gemacht werden. Dies führte zu einem erheblichen Rückgang an Einnahmen in der Spitalkasse. Die Leute haben in dieser Zeit darauf verzichtet, sich untersuchen oder pflegen zu lassen!
Hingegen sind die Anzahl Geburten vor, während und nach den Anspannungen, unverändert geblieben. Das CMH hat im Mai 45 Geburten registriet.

Frau wird untersucht
Ultraschall-Untersuchung
Eine beträchtliche Anzahl der erwachsenen Patienten sind im Mai und April aufgrund der Unruhen und Demonstrationen in der Hauptstadt in das CMH zu untersuchungen gekommen. 
Die instabile Sicherheitslage in der Hauptstadt hat zu Beschaffungsproblemen geführt. Aus diesem Grund konnte während zwei Monaten keine schwangere Frau geimpft werden.
In den Monaten April und Mai wurden im CMH acht Kaiserschnitte vorgenommen.

Erschwerte Arbeitsbedingungen für das Spitalpersonal im Centre Médical Hippocrate CMH

In den internationalen Medien ist es ruhig geworden um Burundi. Leider trifft dies für das Land selber nicht zu.
Die Mitarbeiter leisten zurzeit sehr viel.
Alleine der Weg zur Arbeit ist oft schon ein Hürdenlauf. Die kleinen Busse die in Burundi den öffentlichen Verkehr bestreiten, fahren kaum noch. Viele Wohnviertel sind von der Polizei abgeriegelt. Der Arbeitsweg ist gefährlich, führt vorbei an Barrikade und durch Demonstrationen. Sehr oft fallen Schüsse und in den letzten Tagen schlugen auch mehrfach wieder Granaten in den Strasse ein.
Zum Schutz des Personals musste das CMH seinen Krankenwagen deutlich mit einem roten Kreuz markieren. Und selbst jetzt ist ihm nicht immer der Weg zu verletzten Demonstranten und kranken Menschen erlaubt.