Visum doch noch erhalten – die Stiftungsräte Susanne Baumberger und Markus Raub reisen nach Bujumbura

Nachdem der erste Visumantrag unbegründet abgelehnt wurde, haben Susannen Baumberger und Markus Raub nun doch das Visum für Ende Mai erhalten.

Ein erklärtes Ziel von burundikids schweiz ist es, dass wir mindestens einmal jährlich selber vor Ort das Projekt besuchen. Dabei wird das durch burundikids finanzierte Spital besucht, notwendige Unterhaltsarbeiten angeschaut und mit dem Personal gesprochen. Für die Mitarbeiter im Spital ist es auch eine Wertschätzung und ein Zeichen, dass wir uns für sie und ihre Arbeit interessieren.

Wir sind gespannt, was uns dieses Jahr erwartet und wie die Stimmung in dieser angespannten Situation ist.

Das Land befindet sich seit einem Jahr in einer politischen Kriese. 280’000 Menschen sind auf der Flucht, rund 800 wurden getötet. Die meisten Hilfswerke haben ihre Mitarbeiter abgezogen.

Familienplanung

Von Januar bis März 2016 sind 61 Frauen unterschiedlichen Alters ins CMH gekommen, um an den Sitzungen zum Thema “Familienplanung” teilzunehmen. Das CMH führt zwei Mal pro Woche Familienplanungs-Sitzungen durch, um den Paaren, die sich für ein Kind entschieden haben, alle wichtigen Informationen zu Schwangerschaft und Geburt zur Verfügung zu stellen.
Auch wenn die Sitzungen für Paare gedacht sind, nehmen nur die Frauen daran teil. Eine andere erstaunliche Tatsache ist, dass auch wenn die Ehemänner oder Partner nicht anwesend sind, trotzdem für die Frauen entscheiden, welches Verhütungsmittel sie nehmen müssen. Tatsache ist trotz allem, dass sich die Familienplanung bewährt: viele Paare aus Gatumba wissen ganz genau, dass es wichtig ist, wenige Kinder zu haben. Die Denkweise ändert ein wenig. Die Paare entscheiden heute 3 oder HÖCHSTENS 4 Kinder zu haben und nicht wie früher 3 oder 4 Kinder MINDESTENS.
 Mme Agnes, die für die Familienplanungs-Anlässe zuständig ist, ist überzeugt, dass der nächste Schritt sein wird, dass die Ehemänner oder Partner ihre Frauen zu den Sitzungen begleiten werden.

Die Oster-Praktikantinnen

Wie bei den Ferien Ende 2015, haben die Schüler des EPCM entschieden, die Osterferien im CMH zu verbringen, um das Personal zu begleiten oder zu helfen.
Das Labor-Praktikum von Consolate und Evelyne, beides Schülerinnen der 3. Laborklasse, hat vom 22. März bis zum 8. April 2016 gedauert.
 Mit diesem freiwilligen Einsatz können sich die beiden jungen Mädchen bestmöglich auf das zukünftige Schulpraktikum, das 9 Monate dauert und im 4. Und letzten Schuljahr zu absolvieren ist, vorbereiten.

Zusammenarbeit zwischen dem Spital «Centre Medical Hyppokrat» und «Ärzte ohne Grenzen»

In der aktuell kritischen Situation in Burundi kommt es immer mehr zu Schussverletzungen. So auch im Landesinnern, wo die «Ärzte ohne Grenzen» ein Notspital betreiben.
Vor kurzem wurde von dort ein junger Mann ins CMH überführt, da sie selber keine Pflegeplätze haben. Der junge Mann wurde von acht (8) Kugeln getroffen. Sieben sind gut verheilt, ein Schuss hat den Knochen getroffen. Dabei kam es nun zu einer Knochenhautentzündung.

Die Kooperation mit «Médecins Sans Frontières» ist sehr sinnvoll und ermöglicht so eine optimale Nutzung der Ressourcen vor Ort.
Dies ist je länger je wichtiger, da immer mehr Spitäler und Krankenstationen ihren Betrieb einstellen. Durch die unsichere Lage ist es sehr schwer, Ärzte zu finden.

Im Moment sind über 280’000 Menschen auf der Flucht.