Kinder mit Verbrennungen 3. Grades

Am 23. November 2016 wurden notfallmässig zwei Kinder ins Centre Medical Hippocrate eingeliefert.  John, 12, und seine jüngere, knapp dreijährige Schwester Salia hatten Verbrennungen dritten Grades am ganzen Körper erlitten. Nur die Region um die äusseren Genitalien blieb unversehrt.

Die beiden Kinder wurden sofort medizinisch versorgt, sie mussten unter anderem reanimiert werden. Nachdem die Vitalfunktionen stabilisiert werden konnten.
Danach wurden die zwei Verbrennungsopfer mit der Ambulanz des CMH ins Spital MSF Kigobe gebracht, wo die weitere Behandlung erfolgen sollte.
Leider verstarben die Kinder in der Nacht auf Sonntag, da die Verbrennungen zu grossflächig waren.

Wie es zu den Verbrennungen kam: Der ältere Bruder John versuchte, ein Feuer anzuzünden, um die Mahlzeit seiner kleinen Schwester Salia zu wärmen. Als er sah, dass das Feuer nicht richtig brennen wollte, goss er Benzin in die Flammen. Dadurch entstanden grosse Stichflammen, welche die beiden Kinder erfassten und am ganzen Körper verbrannten.
Als das Personal des CMH hörte, wie es zu diesem schrecklichen Unfall kam, haben sie die Eltern von John und Salia über die Gefahren von Brandbeschleunigern aufgeklärt und ihnen erklärt, dass diese in einem Haushalt nichts zu suchen haben.

Die Bilder zu diesem Fall haben wir bewusst weg gelassen…

59 Geburten im Oktober

Vom 1. bis zum 28. Oktober haben 59 Kinder das Licht der Welt im Centre Médical Hippocrate (CMH) erblickt. Das sind rund 2 Geburten pro Tag.


Fortbildungsstätte CMH

Im Rahmen einer Fortbildung hat das EPCM am 27. und 28. Oktober Fachleute aus verschiedenen medizinischen Berufen aus der Provinz von Bujumbara empfangen. Der theoretische Teil fand im kürzlich erbauten, neuen Gebäude statt. Der praktische Teil wurde im CMH absolviert und einige Schüler der dritten Fachklasse IDE, die gerade ein Praktikum im CMH machen, spielten «Versuchskaninchen».



Schwangerschaftspass


Dieser Gesundheitspass wird allen Frauen abgegeben, die für eine Ultraschall-Untersuchung ins CMH kommen.
Im Gegensatz zu anderen vorgeburtlichen Untersuchungen ist die Ultraschall-Untersuchung nicht kostenlos. Sie kostet 13’000 Burundi-Francs pro Sitzung, unabhängig davon, wie oft die Schwangere zum Ultraschall kommt. Am Ende der Untersuchung bekommt sie einen Schwangerschaftspass. 



Kauf von neuem Material

Das CMH hat neues Material für den Gebärsaal eingekauft. Dieses besteht aus:
·         6 kompletten Geburtssets,
·         2 Kaiserschnitt-Sets,
·         2 Geburtsstühlen,
·         1 Absaug-Pumpe,


·         1 Oximeter (misst den Sauerstoffgehalt im Blut einer Person).


Neues vom Brutkasten-Baby

Zur Erinnerung: Am 30. August wurde im Centre Medical Hippocrat (CMH) ein kleiner Junge mit einem schweren vorgeburtlichen Leiden geboren. Nach fast einem Monat Spitalpflege im CMH ging es dem kleinen Jungen besser, er konnte den Brutkasten verlassen und kam zu seiner Mutter ins Zimmer. Er leidet nach wie vor an neurologischen Folgeschäden, die sich in Krampfanfällen äussern. Trotzdem gelingt es ihm, mit Hilfe eines Kaffeelöffels Milch zu trinken. Er hat das CMH am 29. September verlassen, bekommt aber noch Medikamente gegen Epilepsie. Dr Beatrice und Dr Léandre haben der Mutter geraten, für die weitere Behandlung mit dem Kind weiterhin ins CMH zu kommen.

Die Mutter ist dem Personal des CMH sehr dankbar für die medizinische Versorgung ihres Kindes und dafür, dass diese intensive Pflege sie nichts kostet.