Die kleine “King”, 2 Monate alt und ausgesetzt auf dem Markt



Mugisha King wurde im Alter von 2 Monaten aus bisher ungeklärten Gründen von der Mutter alleine auf dem Markt zurückgelassen. Eine gutherzige Frau hat sie bei sich aufgenommen und ihren Schoppen – mangels Geld für altersgerechte Babymilch – mit Kuhmilch gefüllt. 
 

Die kleine King im Spital

Der Säugling, der die Kuhmilch schlecht verdaute, litt unter starkem, anhaltendem Durchfall. Wegen des schlechten Zustandes des Kindes und dem Auftreten von Zuckungen gelangte die Mutter schliesslich an unser Spital.

 

Mugisha King mit seiner Adoptivmutter

Nach gründlichen Untersuchungen stellten wir eine Intoleranz gegen Kuhmilch-Proteine fest. Das Kind wurde rehydriert und bekam eine Säuglingsmilch, die seinem Alter entsprach.

Inzwischen geht es dem Säugling gut, er wirkt zufrieden, lebendig und lächelt, die Zuckungen haben aufgehört und er kann das Spital nächstens verlassen.

Während einer Visite im Spital

Aline, 24 Jahre, aus Gatumba-Kajaga Bujumbura


Aline Kezimana kam im letzten Schwangerschaftsdrittel zum ersten Mal zu uns.
Nach der ersten Untersuchung stellten wir fest, dass die Gebärmutter sehr hoch lag. Eine Ultraschall-Untersuchung wurde durch die ganze Schwangerschaft hindurch nie gemacht.


Bei der Ultraschall-Untersuchung stellten wir eine Zwillings-Schwangerschaft fest. Es wurde ein Kaiserschnitt geplant, der mit Erfolg durchgeführt wurde. 
Kaiserschnitt im OP

 
Sämtliche Untersuchungen, der Eingriff sowie die nachgeburtliche Versorgung erfolgten unentgeltlich. Die Familie hat kein Geld und so hatten sie grosse Angst vor enormen Kosten. Sie waren überglücklich, dass die Geburt der Zwillinge für sie kostenlos war. 
Die Zwilinge

 

Aline – ein langer Weg zur Geburt


Aline ist 26 Jahre alt, verheiratet und stammt aus der 80km entfernten Provinz Rumonge.


Aline hat bisher vier Babys geboren. Durch ihren Körperbau bedingt, kamen alle per Kaiserschnitt auf die Welt. Ihr viertes Kind ist laut Aussagen der Mutter 24 Stunden nach der Geburt an einer Atemdepression verstorben.

Bei der fünften Schwangerschaft suchte sie medizinische Hilfe im staatlichen Spital von Rumonge, das nahe bei ihrem Haus liegt. Doch weil sie bereits einige Kaiserschnitt-Geburten hinter sich hatte, wurde sie dort nicht aufgenommen. Das Risiko sei ihnen zu gross. 

Deshalb beschloss die Familie, in die Huaptstadt nach Bujumbura zu gehen. Aber auch hier wurde sie in den drei öffentlichen Spitälern, die sie aufgesucht hatte, nicht aufgenommen. 
Ihre Cousine hat ihr schliesslich von unserer Einrichtung erzählt und so ist sie ins Spital “Centre Médical Hippocrat” gekommen. 
Angesichts der langen Reise, sie ging in 16 Stunden die 80 km zu Fuss, wurde sie im Spital aufgenommen. Nach allen notwendigen Untersuchungen wurde ihr 
Kind per Kaiserschnitt entbunden. 
Während des Eingriffs
 
Der Eingriff war heikel, aber erfolgreich.


Auch dieses Kind hatte nach der Geburt grosse Atemprobleme. Die Sauerstoff-Sättigung im Blut schwankte trotz Sauerstoff-Zufuhr zwischen 73 und 80 Prozent. Die Familie hatte nach der schlechten Erfahrung mit dem vierten Kind verständlicherweise grosse Angst um das Neugeborene.

Nach gründlichen Untersuchungen kamen wir zum Schluss, dass eine vorgeburtliche Infektion die Atemprobleme verursachte. Das Kind wurde sofort intensiv im Brutkasten versorgt, bekam Antibiotika und eine Sauerstoff-Therapie. 

Das Neugeborene im Brutkasten  (Néonatologie)

Nach sieben Tagen konnten das Neugeborene und seine Mutter gesund aus dem Spital entlassen werden.

Die Familie ist dem Personal des Spitals sehr dankbar für die gute Aufnahme und die gute medizinische Versorgung des Babys.

Das Baby mit seiner Mutter, nachdem es den Brutkasten verlassen konnte

 

 

Neues aus der Kinderstation (Neonatalogie)



In der Pädiatrie-Neonatologie wurden von Juni bis September 121 Kinder unter 5 Jahren aufgenommen und behandelt.

Die häufigsten Diagnosen, die einen Spitalaufenthalt nötig machten, waren:

  • Neugeborenen-Infekte
  • Leichtere Fälle von Malaria mit Verdauungsbeschwerden oder gravierende Malaria-Fälle
  • Risiken einer perinatalen Infektion
  • Perinatale Infektionen
  • Akute Atemnot
  • Akute Säuglingsbronchitis
  • Asthma-Krisen
  • Sichelzellenanämie
  • Akute Magendarm-Entzündungen mit und ohne Fieber (GEAF oder GEANF)
  • Unterernährung  

Sie alle profitierten vom Tag ihres Eintritts bis zu ihrer Entlassung von einer kostenlosen Versorgung, die dank unseren Spendern möglich ist.

Kind mit einer Hautinfektion